| Tafelkultur | |||
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Die höfische Tafelkultur gelangt im 18. Jahrhundert zu einem Kulminationspunkt: In den letzten Jahrzehnten des "Ancien Régime" kommt der aufwendig komponierten Tafel der Rang eines umfassenden Kunstwerks zu. Das Bayerische Nationalmuseum ist das einzige Museum in Deutschland, das heute das Bild einer solchen höfischen Tafel des 18. Jahrhunderts adäquat zu vermitteln vermag: Das dort ausgestellte Silber der Hildesheimer Hofhaltung ist das weitaus vollständigste unter den erhaltenen deutschen Silberservicen des 18. Jahrhunderts. Nach Umfang und Vielzahl der Gerätetypen übertrifft es jedes andere Ensemble aus den Augsburger Goldschmiedewerkstätten. Das auf 30 Couverts ausgelegte Silberservice - ein einzigartiges Meisterwerk des süddeutschen Rokoko - führt nicht die alltägliche, sondern die festliche Tafel des Hildesheimer Fürstbischofs vor Augen. Auf der Grundlage historischer Gedeckpläne ist die Tafel für den ersten Gang gedeckt. Kennzeichnend sind hier die für Suppen und Ragouts bestimmten Terrinen. Während aller Gänge verblieben die drei mittleren Aufsätze auf der Tafel. Sie bilden mit ihren zierlich durchbrochenen Lauben herausgehobene Akzente der Komposition. Während der nächsten Jahre wird die höfische Tafelkultur
im Bayerischen Nationalmuseum auch mit wichtigen Beispielen aus dem Bereich
von Porzellan, Fayence und Glas veranschaulicht werden. Grundriß |
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