| Musikinstrumente | |||
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Die Sammlung von Musikinstrumenten am Bayerischen Nationalmuseum besteht zum überwiegenden Teil aus europäischen Musikinstrumenten des 16. bis 20. Jahrhunderts. Gezeigt wird der Bestand des 16. bis 18. Jahrhunderts. Aus den 1530er Jahren sind zwei große Baß-Blockflöten von Hans Rauch aus Schrattenbach südlich von Memmingen vorhanden, die wohl zu den frühesten gehören, die nördlich der Alpen entstanden sind. Solche tiefen Flöten - tiefster Ton von Mu 174 ist c - von Mu 180 G - befanden sich noch zur Zeit Orlando di Lassos in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts im Instrumentarium der bayerischen Hofkapelle. Im 17. Jahrhundert zeichnete sich Nürnberg durch die Herstellung besonders qualitätvoller Blech- und Holzblasinstrumente aus. Hohes Ansehen genossen die Mitglieder der Familien Ehe, Hainlein und Kodisch für ihre Trompeten und Posaunen. Einige ihrer Posaunen sind in der Ausstellung zu sehen. Unter den Holzblasinstrumentenbauern war Johann Christoph Denner einer der bedeutendsten. Von ihm sind drei Baß-Blockflöten ausgestellt, das kostbarste Exemplar aus Elfenbein wurde wahrscheinlich von Kurfürst Max II. Emanuel von Bayern in Auftrag gegeben. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die reich geschmückten Saiteninstrumente von Joachim Tielke aus Hamburg. Das 18. Jahrhundert ist mit einem bedeutenden Bestand
an Holzblasinstrumenten vertreten, darunter ein Chalumeau von Johann Christoph
Denner, der als Erfinder der Klarinette gilt. Es ist das einzige noch
erhaltene Instrument mit einfachem Rohrblatt, das eindeutig aus seiner
Werkstatt stammt. Hervorzuheben ist auch die Gruppe der drei Hammerflügel
aus den Werkstätten Stein (Augsburg), Schiedmayer (Erlangen) und
Dulcken (München), die sich sämtlich noch in einem weitgehend
originalen Zustand befinden. Durch besondere Qualität zeichnen sich
mehrere Instrumente aus, die sich ursprünglich in Wittelsbacher Besitz
befanden: das Baryton von Johann Andreas Kämbl, das Kurfürst
Max III. Joseph gehörte sowie ein Querflötenpaar von Thomas
Lot, auf dem Kurfürst Carl Theodor von der Pfalz musiziert hat. Von
ihm stammen auch die zwölf silbernen, teilweise feuervergoldeten
Trompeten für feierliche Auftritte in der Öffentlichkeit, die
1744 und 1775 in der Nürnberger Werkstatt von Johann Wilhelm Haas
hergestellt wurden. Grundriß |
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