Krippen

Das Bayerische Nationalmuseum besitzt die künstlerisch wertvollste und umfangreichste Krippensammlung der Welt. Gezeigt werden vorwiegend vielfigurige Weihnachtsszenen, die im Alpenraum und in den Krippenzentren Italiens in der Zeit zwischen 1700 und der Mitte des 19. Jahrhunderts geschaffen wurden.

Das Museum verdankt den größten Teil dieser unvergleichlichen Sammlung dem Münchner Kommerzienrat Max Schmederer (1854-1917). Er hatte schon um 1880/90 in Bayern und Tirol, später auch in Neapel Krippenfiguren gesammelt und sie den Münchnern jedes Jahr in seinem Privathaus zugänglich gemacht. Um die Jahrhundertwende vermachte er die bedeutendsten Stücke seiner Sammlung dem Bayerischen Nationalmuseum und bestimmte dort weitgehend selbst ihre Aufstellung. Nach Krieg und Zerstörung wurde die Abteilung im Laufe der fünfziger Jahre wieder aufgebaut.

Ein Rundgang durch die Krippensammlung des Bayerischen Nationalmuseums vermittelt nicht nur anschauliche Einblicke in die Entwicklungsgeschichte der Krippe in Süddeutschland und Italien - er vermag den Besucher in eine aus mittelalterlicher Frömmigkeit und barocker Inszenierung schöpfende Bilderwelt weihnachtlicher Thematik zu versetzen.

Achtung!
Die Krippensammlung ist von Anfang November bis Ende Januar
während der Museumsöffnungszeiten geöffnet. Ansonsten kann die Abteilung auf Anfrage an der Museumskasse für Besucher geöffnet werden. Telefonische Anmeldung unter 089 / 211 24 216.


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