Grablegung Christi
Peter Boy, Düsseldorf
1716, Email auf Gold,
19 : 15,7 cm.
Inv.Nr. R 3954

Das Wort „Miniatur" kommt vom lateinischen „minium", d.h. „Mennig". Es ist die Bezeichnung eines Farbstoffes, der ursprünglich vor allem zur Herstellung gemalten Schmucks in geschriebenen Büchern gedient hat. In der Renaissance wurde der Name „Miniaturmalerei" auf kostbare Gemälde in kleinem Format übertragen, bei denen Pergament, Elfenbein, Silber- und Kupfertäfelchen, ja sogar Stein als Malgrund dienten.

Vom 17. bis zum 19. Jahrhundert waren vor allem kleine Bildnisse sehr beliebt und dienten vielfach als Geschenke. Die Sammlung des Museums umfaßt Miniaturen der Spätrenaissance auf Lapislazuli oder andere Steinen, bei denen die Struktur des Malgrundes in die Darstellung mit einbezogen ist, Porträts des 16. bis 19. Jahrhunderts in den jeweils charakteristischen Ausprägungen, Landschaften, aber auch einige figürliche Darstellungen mit religiösen und weltlichen Themen.

Besondere Glanzstücke sind - neben den technisch perfekten Emailminiaturen von Peter Boy - vor allem die auf Elfenbein gemalten Miniaturen der zu ihrer Zeit in ganz Europa für ihre Pastelle hochberühmten, venezianischen Malerin Rosalba Carriera.


Elfenbeinplastik . Barockskizzen . Miniaturen . Glasmalerei . Textilien . Tapisserien . Kostüme . Keramik . Glas . Möbel . Stadtmodelle . Goldschmiedekunst . Metallkunst . Uhren/Instrumente . Waffen . Zunft/Handwerk . Rechtsaltertümer

 



Ludwig XIV. König
von Frankreich

Jean Petitot, um 1670,
Email auf Gold,
4,5 : 3,2 cm.
Inv.Nr. R 3407