Große Tischuhr Werk: B. Fürstenfelder, Friedberg, um 1715-1720. Gehäuse und Tisch: Eichen- und Fichtenholz, lackiert und teilvergoldet, H. 196,5 cm. Inv.Nr. 3792, R 3793 Mechanisch bewegtes Planetarium George Adams (um 1704-1773), London, um 1745. Holz (Felder mit Ölmalerei), Bronze, vergoldet, Messing, Eisen, Elfenbein Dm. 106 cm. Inv.Nr. R 3815 |
Uhren Stattlichen Zuwachs erbrachten im 20. Jahrhundert mehrere Stiftungen. So ist die Uhrensammlung des Bayerischen Nationalmuseums entscheidend durch großzügige Zuwendungen und Vermächtnisse geprägt. Emil Freiherr von Marschalk zu Ostheim schenkte im Jahr 1900 dem Museum vornehmlich süddeutsche Uhren des 18. Jahrhunderts, speziell aus der Werkstatt des Leopold Hoys. 1913 und 1915 gelangten 138 Taschen- uhren und Taschenuhrwerke als Stiftung von Kommerzienrat Adolf Steinharter in das Bayerische Nationalmuseum. Max Alfons Hesselberger vermachte dem Haus an der Münchner Prinzregentenstraße seine 110 Objekte umfassende Sammlung kostbarer Taschenuhren. Die weitaus bedeutendste Stiftung aber war die des Kunsthistorikers, Uhrenforschers und Uhrensammlers Ernst von Bassermann-Jordan: Seine Sammlung von 300 Instrumenten der Zeitmessung - darunter die monu- mentale Bodenstanduhr des Wiener Uhrmachers Fr. Aurelius a San Daniele mit dem von Johann Georg Dirr geschnitzten Gehäuse - wie auch seine auf das ikonographische Thema der Zeit bezogene Münzen- und Medaillensammlung und seine umfassende Spezial- bibliothek kamen 1933 als Vermächtnis in das Bayerische Nationalmuseum. Besonders in den sechziger und siebziger Jahren dieses Jahrhunderts erfuhr die Uhrensammlung wichtige Ergänzungen speziell auf dem Gebiet süddeutscher Uhren der Spätrenaissance. Wissenschaftliche
Instrumente
Einzelne Objekte hohen Ranges stammen aus den Sammlungen der Wittelsbacher, wie das 1626 wohl für Kurfürst Maximilian I. von Bayern gefertigte Universal- instrument des Tobias Volckmer, die für Kurfürst Maximilian II. Emanuel geschaffenen Erd- und Himmels- globen des Vincenzo Coronelli oder das ursprünglich in der Mannheimer Hofbibliothek Kurfürst Karl Theodors von der Pfalz befindliche Planetarium des George Adams. Dokumentarisch gesicherter sind die Ankäufe aus dem Physikalischen Kabinett der Universität zu Würzburg, dessen - zum Teil wiederum auf die Sammlungen der Würzburger Fürstbischöfe zurückgehendes - Inventar das Bayerische Nationalmuseum 1877 komplett erwarb. Hier handelte es sich um zahlreiche wissenschaftliche Instrumente (besonders für Demonstrationen in der Optik, Mechanik, Hydraulik, Chemie, Pharmazie usw., ergänzt durch Modelle, Maßstäbe, Gewicht usw.), die später freilich zum Teil dem Deutschen Museum in München überwiesen wurden. Das weitaus bedeutendste jener Objekte aus jenem Ankauf ist die von Johann Georg Neßtfell um 1755-1761 gefertigte Planetenmaschine. Ebenfalls einer barocken Sammlung geistlichen Ursprungs entstammen diejenigen wissenschaftlichen Instrumente, die aus der universell angelegten Kunstkammer des - in der Tradition eines Athanasius Kircher oder Caspar Schott stehenden - Ingolstädter Jesuitenpaters Ferdinand Orban 1881 in das Bayerische Nationalmuseum gelangten. Hervorzuheben sind hier insbesondere die Armillarsphäre des Christoph Schissler von 1569 sowie das wohl von Pater Orban selbst konzipierte Universalinstrument oder Organum Mathematicum. Nach vereinzelten Ankäufen in den ersten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wurde die Instrumentensammlung des Bayerischen National- museums 1933 entscheidend durch das Vermächtnis Ernst von Bassermann-Jordan vermehrt, das insbesondere auch zahlreiche Sonnenuhren und Astrolabien umfaßte. Die wichtigste Erwerbung der letzten Jahrzehnten auf dem Felde der wissen- schaftlichen Instrumente stellt das Physikalische Kabinett des Jean-Antoine Nollet aus der Mitte des 18. Jahrhunderts dar. Elfenbeinplastik . Barockskizzen . Miniaturen . Glasmalerei . Textilien . Tapisserien . Kostüme . Keramik . Glas . Möbel . Stadtmodelle . Goldschmiedekunst . Metallkunst . Uhren/Instrumente . Waffen . Zunft/Handwerk . Rechtsaltertümer
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![]() ![]() Doppelkegel Instrument eines physi- kalischen Kabinetts. Paris, Mitte 18. Jh., nach Entwürfen von Abbé Jean-Antoine Nollet (1700-1770). Holz, in Gold und Rot auf Schwarz lackiert, L. 55,3 cm. Inv.Nr. 75/191 a/b |