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Die Burg Trausnitz wurde 1204 gegründet
von Herzog Ludwig I. - auch bekannt unter dem Beinamen
"der Kehlheimer". Aus der Gründungszeit ist unter anderem
die Burgkapelle mit reichem Figurenschmuck aus der Zeit um 1230/1235 erhalten.

Unter dem nachmaligen Herzog Wilhelm V. und seiner Gemahlin Renata von
Lothringen wandelte sich die Burg zu einem Renaissanceschloss. In den
Jahren zwischen 1568 und 1579 entstanden der "Italienische Anbau"
und die Laubengänge im Innenhof. Im Inneren wurde die "Narrentreppe"
mit Wandmalereien geschmückt, die Szenen der "Commedia dell'arte"
zeigen. Die
Arbeiten erfolgten unter der künstlerischen Leitung von Friedrich
Sustris.
Während der "Kronprinzenzeit" des späteren
Herzogs Wilhelm V. erhielt wohl auch der so genannte "Damenstock"
an der Ostseite des Burghofes seine heutige Gestalt. Er beherbergt die
"Kunst- und Wunderkammer Burg Trausnitz", ein Zweigmuseum des
Bayerischen Nationalmuseums.
Nach einer mehrmaligen Nutzung der Burg als Kriegslazarett (1806, 1813,
1866) und Cholera-Spital (1831), setzten 1840 erste Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten
ein. König Ludwig II. ließ sich 1869-1873 im 2. Obergeschoss
des Fürstenbaues - an der Westseite des Burghofes - ein prächtiges
"Absteigequartier" einrichten.
Seit 1918 im Besitz des Freistaates Bayern, beherbergte die Burg das Archiv
des Regierungsbezirks Niederbayern. Historische Räume und Archiv
nahmen - vor allem im Fürstenbau - durch einen Brand im Oktober 1961
schwersten Schaden. Wiederherstellungsarbeiten erlaubten ab 1968 die schrittweise
"Wieder"-Öffnung von Raumfolgen für Besucher.
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