| Die Sammlung | ||
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Die Säle sind vier verschiedenen
Themen gewidmet: Zu den Artificialia zählen kostbare
Bronzen, Gemälde oder miniaturhafte beschnitze Pflaumenkerne. Als
Naturalia werden ausgestopfte Tiere, außergewöhnliche
Gehörne, Muscheln und Mineralien gezeigt. Im Saal der Exotica
ist Kunsthandwerk aus Korallen, Perlmutter und Elfenbein zu sehen, während
als Scientifica wissenschaftliche Instrumente den Willen zur
rationalen Erfassung der Welt um 1600 belegen. Herzog Albrecht V. (1528-79)
hatte die Münchner Kunstkammer begründet, in der er Objekte
aus den Bereichen Kunst und Wissenschaft sowie kuriose und exotische Kostbarkeiten
zusammentrug. Sein Sohn Wilhelm richtete auf der Burg Trausnitz die Junge
Kunstkammer ein. Wie das älteste erhaltene Inventar belegt,
umfasste die schon damals berühmte Münchner Sammlung im Jahr
1598 rund 6000 Objekte. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte verloren die
bayerischen Fürsten das Interesse an der Kunstkammer. Die Bestände
wurden nach und nach in Spezialsammlungen aufgeteilt und bilden bis heute
den Grundstock verschiedener Museen.
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