| Baugeschichte | ||
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Fürstbischof Georg von Hohenlohe, der 1423 verstarb, begann den Schloßbau, die Fertigstellung erfolgte 1426 unter seinem Nachfolger Bischof Leonhard von Layming. In diesem Jahr wurde die „Veste in der Zell" Sitz eines Pflegers. Teile dieser ersten Wasserburg mit rechteckigem Wohngebäude und kreisförmigem Mauerring mit Türmen und Wehrgang sind heute noch erkennbar. Die heutige Gestalt erhielt Schloß Obernzell unter Fürstbischof Urban von Trennbach in den Jahren 1581 bis 1583. Trennbach ließ die spätmittelalterliche Burg in ein repräsentatives Renaissance-Schloß umwandeln. Unter ihm wurde das Hauptgebäude nach Süden um zwei Fensterachsen bis zur Ringmauer verlängert, um ein halbes Geschoß erhöht und mit einem mächtigen Krüppelwalmdach versehen. Die Fassaden erhielten - soweit möglich - eine einheitliche Gliederung mit architektonisch gestalteten, gemalten Fensterumrahmungen. Diese wurden 1975/77 nach altem Befund erneuert. Zusätzlich wurden die Wehrtürme umgebaut, ein schmaler Zwinger an der Südseite und außerdem ein Garten angelegt. Im Inneren erfolgten der Einbau eines Treppenhauses, die Einrichtung der sogenannten „Fürstenzimmer" und des Fest- oder Rittersaales. Dieser nimmt die ganze Südfront des zweiten Obergeschosses ein und zeigt sich heute mit rekonstruierter Kassettendecke.
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