| Baugeschichte | ||
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Im Jahre 1213 erhielt der Abt die Grafschaft Kempten als Reichslehen und wurde dadurch souveräner Reichsfürst, was zu ständigen Auseinandersetzungen mit der erstarkenden Stadt führte. Ab 1361 war Kempten freie Reichssadt, nachdem es bereits 1289 reichsstädtische Privilegien verliehen bekam. Als Gegengewicht entwickelte sich, vor allem im 17. Jahrhundert, die sogenannte Stiftsstadt, die 1712 ein eigenes Stadtrecht erhielt. Der Bau des Benediktinerklosters, das zugleich als große, fürstäbtliche Residenz diente, stammt im wesentlichen aus dem 17. Jahrhundert. Ein Teil des ehemaligen Gesamtkomplexes, nordöstlich von der Vierflügelanlage des Klosters, war der ehemalige Marstall. Er wurde um 1730 unter Fürstabt Anselm von Reichlin-Meldegg als Teil eines geplanten großen Wirtschaftshofes erbaut. Der langgestreckte, zweigeschossige Bau wurde im 19. Jahrhundert und 1968 zum Teil durch Abbruch und Ergänzungen stark verändert. In der dreischiffigen, gewölbten Erdgeschoßhalle befindet sich die Alpenländische Galerie.
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