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Die Alpenländische
Galerie zeigt als Zweigmuseum des Bayerischen Nationalmuseums spätmittelalterliche
Bildwerke, vorzugsweise aus farbig gefaßtem Holz, Tafelbilder und Flügelaltäre
aus dem Alpenraum zwischen Bodensee und Ostalpen sowie aus Ulm und Südtirol.
Besonders zahlreich
sind Stücke aus dem allgäuisch-oberschwäbischen Raum vertreten. Neben
den Zentren Ulm, Augsburg und Salzburg haben die kleineren Reichsstädte
wie Kempten, Memmingen und Kaufbeuren und Brixen eine besondere Rolle
im Austausch von Kunstwerken gespielt und waren selbst auch Tätigkeitsfeld
von Malern und Bildschnitzern.
Unter den ausgestellten Werken
befinden sich Werke des in Kempten tätigen Jakob Schick, des Bildschnitzers
Lux Maurus sowie des in Memmingen tätigen Malers Bernhard Strigel. Strigl
war Hofmaler Kaiser Maximilians I. Tirol ist mit Bildwerken aus dem Kreis
um Michael Pacher und des in Brixen tätigen Hans Klocker vertreten. Allgäuer
Meister in Tirol wie Christoph Scheller aus Memmingen und der Meister
von Heiligenblut bezeugen die künstlerischen Verflechtungen der Regionen.
Aufgrund des großen
Einflusses von Ulm und Augsburg, über die Handelswege bis nach Tirol,
finden sich in der Ausstellung Bildwerke von Hans Multscher, Niklaus Weckmann,
Bartholomäus Zeitblom und Hans Holbein dem Älteren.
Die in der lichten,
barocken Halle des ehemaligen Marstalls versammelten ursprünglich vor allem für
den kirchlichen Bereich bestimmten Kunstwerke vermitteln nicht nur Einblicke
in die handwerkliche Technik der spätmittelalterlichen Kunstproduktion,
sondern zeugen auch von der Vielfalt und dem Reichtum der Kunst der
Spätgotik im Alpenraum.
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