Der Mohrenkopfpokal von Christoph Jamnitzer

Hrsg. von Renate Eikelmann, bearb. von Lorenz Seelig, Achim Riether, Ralf Schürer u. a.
360 Seiten, zahlreiche Illustrationen
München, 2002
19,50 Euro über die Poststelle des Bayerischen Nationalmuseums (zzgl. Verpackung und Versand) oder im Museumsladen (Sonderpreis gültig ab 1. April 2016)

 

Das Bayerische Nationalmuseum konnte im Jahr 2000 den um 1595/1600 von Christoph Jamnitzer geschaffenen Mohrenkopfpokal erwerben, der 1945 bei Schloß Moritzburg nahe Dresden vergraben worden war und 1996 unter aufsehenerregenden Umständen ans Tageslicht kam.
2002 stand dieses einzigartige Zeugnis der deutschen Goldschmiedekunst der Spätrenaissance im Mittelpunkt einer weithin beachteten Ausstellung. In dem umfangreichen Katalogbuch erfährt das Werk Christoph Jamnitzers - des bedeutendsten deutschen Goldschmieds und maßgeblichen Nürnberger Künstlers in den Jahren um 1600 - erstmals eine angemessene Würdigung. So werden Jamnitzers exzeptionelle Leistungen auf dem Gebiet der plastisch konzipierten Goldschmiedekunst eingehend behandelt. Desgleichen wird dem graphischen Schaffen des virtuosen Zeichners und Radierers Christoph Jamnitzer eine exemplarische Untersuchung, einschließlich eines Werkverzeichnisses, zuteil.
Ein weiterer Aspekt gilt der Faszination des Exotischen, wie sie sich im Mohrenkopfpokal widerspiegelt - hier begegnet man anspruchsvollen Werken der Edelschmiede- und der Steinschneidekunst sowie der Skulptur aus Renaissance und Barock. In Entsprechung zur ursprünglichen Bestimmung des Mohrenhaupts als Willkomm-Pokal lassen phantastische Trinkgefäße in figürlicher Form die Vielfalt früherer Trinkgebräuche lebendig werden. Zugleich veranschaulicht der großzügig ausgestattete Band in exzellenten Abbildungen den hohen Reiz der Kunst Christoph Jamnitzers und seiner Epoche.


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