28. Mai 2017, 11 Uhr

Führung durch die Sammlungen

Rheinisches Steinzeug

 

Rheinisches Steinzeug genoss vor allem während der Renaissance international einen hervorragenden Ruf. In einer Zeit, als es Porzellan in Europa noch nicht gab und Fayencen nördlich der Alpen eine Rarität waren, wurde rheinisches Steinzeug in großem Umfang über den Rhein und die Nord- und Ostsee in ganz West- und Nordeuropa vertrieben und gelangte durch die Seefahrt sogar nach Nord- und Mittelamerika.

Die bei hohen Temperaturen gebrannte und damit harte und wasserundurchlässige Keramik war im In- und Ausland begehrt, da sich darin Nahrungsmittel und Getränke aufbewahren ließen. Aufgrund seiner Säurebeständigkeit war Steinzeug auch in Apotheken von großem Nutzen.

Seinen künstlerischen Höhepunkt erlebte das rheinische Steinzeug im 16. und 17. Jahrhundert. Das größte und bedeutendste Steinzeugobjekt ist eine Riesenkanne von 88 cm Höhe mit Löwenkopfmotiven, die in Raeren bei Aachen entstand. Aufgrund ihrer Inschrift kann sie als das Meisterstück des Ian Emens gelten, dem berühmtesten Raerener Töpfermeister.

 

Konservatorenführung mit Dr. Katharina Hantschmann


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