7. Januar 2018, 14 Uhr

Führung in Schloss Lustheim

Meißener Porzellan nach ostasiatischen Vorbildern

 

Ostasiatisches Porzellan wurde schon mehr als zweihundert Jahre auf dem gefährlichen und langwierigen Seeweg um die halbe Welt nach Europa verschifft, bevor es hier gelang, das wohlgehütete Geheimnis um dessen Herstellung zu lüften. Als August der Starke 1710 stolz die Gründung der Meißener Manufaktur verkünden konnte, war zunächst seine größte Sorge, ob die neuen sächsischen Produkte tatsächlich mit den hochgeschätzten Importgütern konkurrieren konnten, und ließ deshalb chinesische Porzellane aus seiner Schatzkammer in Meißen kopieren. Seine Sammlung an Porzellanen aus China und Japan blieb in den ersten Jahrzehnten ständiger Ansporn und unerschöpfliche Inspirationsquelle für die Meißener Künstler. Die Stiftung Ernst Schneider in Schloss Lustheim ist besonders reich an Zeugnissen dafür, welch große Faszination Ostasien auf Europa ausübte, aber auch, wie sehr es den Ehrgeiz und Erfindungsreichtum hier anstachelte.

 

Führung

mit Dr. Kathrin Brandmair

 

Schloss Lustheim, Meißener Porzellan-Sammlung Stiftung Ernst Schneider,

85764 Oberschleißheim


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