11. Februar 2018, 14 Uhr

Führung in der Kunst- und Wunderkammer Burg Trausnitz

Zwischen Himmel und Hölle – Über das Religiöse in der  Kunst- und Wunderkammer

 

Die Kunst- und Wunderkammern entstanden im Kontext des aus Italien kommenden Humanismus, der den Menschen und dessen Schöpfungskraft ins Zentrum der Epoche der Renaissance rückte. Die Sammlungen sollten die Vielfalt der großen Welt und den Herrschaftsanspruch ihrer Besitzer über ihre kleine Welt vor Augen führen. Neben all der blendenden Schönheit und faszinierenden Kunstfertigkeit der Gegenstände waren diese aber häufig auch von einer starken Religiosität geprägt. Im Zentrum aller menschlichen Bemühungen stand dabei die Hoffnung auf Erlösung. Anhand ausgewählter Beispiele, biblischer Szenen zwischen Himmel und Hölle, verschiedener Naturobjekte wie dem Stoßzahn eines Einhorns, der die Jungfräulichkeit Mariens symbolisierte, einem Messkelch aus einer Kokosnussschale oder einer Sonnenuhr in Form eines Kreuzes, soll in dieser Sonntagsführung der religiöse Anspruch einer solchen Sammlung aufgezeigt und der tief verwurzelte Glaube der Zeit verständlich gemacht werden.

 

Führung mit Dr. des. Fabian Pius Huber


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