31. August 2014, 14 Uhr

Führung im Alten Schloss Schleißheim

Sammlung Weinhold „Das Gottesjahr und seine Feste“

Das Bildmotiv der Gottesmutter als nicht verbrennender Dornbusch

 

Ostkirchliche Theologen brachten das Motiv des brennenden, aber nicht verbrennenden Dornbusches (Ex. 3,2) mit der Jungfräulichkeit der Gottesmutter Maria in Verbindung. Seit dem 17. Jh. gibt es in Russland ein Gnadenbild der Gottesmutter mit dem Titel »Nichtverbrennender Dornbusch« (Neopalimaja Kupina).

Die Komposition auf der mehrfarbig emaillierten Metallikone zeigt Maria mit dem Kind im Zentrum eines achteckigen Sterns, der seinerseits von Rosenblättern umgeben ist.

Auf den Sternspitzen sind abwechselnd Engel, über dem Haupt der Gottesmutter ein sechsflügeliger Seraph, und die vier Evangelistensymbole abgebildet. Die acht Engel zwischen den Sternspitzen tragen Symbole Mariens aus dem Hymnus Akathistos.

In den vier Bildecken erscheinen Szenen aus dem Alten Testament, die auf die Jungfräulichkeit der Gottesmutter verweisen: oben links Moses vor dem brennenden Dornbusch, unten links der Prophet Ezechiel vor der verschlossenen Pforte; oben rechts die Wurzel Jesse mit der Weissagung »Und es wird ein Reis hervorgehen aus dem Stamm Isais« (Js 11,1) sowie unten rechts Jakobs Traum von der Himmelsleiter.

 

Führung mit Dr. Inge Kreuz

 

Altes Schloss Schleißheim

Maximilianshof 1, 85764 Oberschleißheim


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