

Johann Gregorius Höroldt
Porzellanmanufaktur Meißen, um 1723/1724
Hartporzellan mit Aufglasurfarben, Unterglasblau, Lüster und Gold, Silber, vergoldet
18,2 cm
Inv.-Nr. Ker 1536
Erst mit dem Eintritt von Johann Gregorius Höroldt in die Meißener Manufaktur im Jahr 1720 wurden die technischen Voraussetzungen für die Porzellanmalerei mit bunten Schmelzfarben geschaffen. Unter seiner Leitung entstanden in der Malerwerkstatt Nachahmungen ostasiatischer Dekore, aber auch eigenständig entworfene Chinoiserien sowie europäische Szenen. Der Krug gehört zu einer Gruppe von Gefäßen, die Höroldt 1723/24 mit galanten höfischen Szenen bemalte. Als Vorlage diente ein im Archiv der Manufaktur erhaltener Kupferstich mit dem Titel "Nur frisch heraus mich dünket schon/Ich trag den besten g'win davon."

