

Johann Baptist Seitz, Franz von Seitz, Anselm Sickinger, Joseph Furtmayr
München, zwischen 1850 und 1863
Inv.-Nr. Modell 16
1841 erhielt Johann Baptist Seitz, Kupferstecher im Topographischen Büro, von König Ludwig I. den Auftrag, ein aktuelles Modell der Hauptstadt München zu schaffen. Der König wünschte seine großen baupolitischen Unternehmungen und architektonischen Änderungen des Stadtbildes dokumentiert zu sehen. Die große Genauigkeit, mit der Seitz vorging, führte zur Korrektur von amtlichen Plänen und ergab ein exaktes Abbild der Stadt um die Jahrhundertmitte. Friedrich von Gärtner kontrollierte ab 1843 die Arbeiten. Nach dem Tod von Seitz 1850 wurde das Modell in die Pinakothek verbracht. Ab 1853 arbeitete der Sohn Franz Seitz an der Weiterführung, da das Stadtbild erst zu drei Vierteln erfasst war. 1858 übernahm der Bildhauer Anselm Sickinger die Weiterarbeit und ergänzte das Modell durch die Maximilianstraße und die östlichen Stadtteile. Auch wurde nun der runde Umriss mit dem Marienplatz als Zentrum festgelegt. 1863 war das Modell in seiner heutigen Form vollendet.

