

Daniel Sadeler, Claude Busset, Caspar Spät, Hieronymus Borstorffer
München, um 1610/30 (Jagdtasche) bzw. um 1635/1637 (Radschlossbüchse)
Inv.-Nr. W 622, T 4063
Die Jagdleidenschaft Maximilians I. fand ihren adäquaten Ausdruck in kostbaren Waffen und Accessoires. Im Auftrag des Herrschers entstanden Radschlossbüchse und Jagdtasche, die zu den bedeutendsten Leistungen der Münchner Hofwerkstätten zählen. Der äußerst präzise, teilweise vergoldete Eisenschnitt der Bügel der Jagdtasche verbindet sich wie selbstverständlich mit der in Gold- und Silberfäden ausgeführten Reliefstickerei. Wahrscheinlich diente die kostbare Tasche eher der Repräsentation als dem praktischen Gebrauch.

