
1629-1630
Leder, Seide mit Stickerei in Gold, Silber und Seidengarn, Metallspitze, Perlen
Inv.-Nr. 62/21.1-3
Handschuhe mit aufwendig bestickten Stulpen zählten zu den kostbarsten Accessoires der Mode des frühen 17. Jahrhunderts. Mit emblematischen Darstellungen wie brennenden und von Pfeilen durchbohrten Herzen, Blumen und Ornamenten geschmückt, wurden sie zu festlichen Anlässen verschenkt. Zu diesen Handschuhen gehören ein mit Gold- und Perlenstickerei verziertes Nadelkissen und ein Büchlein, das neben den Psalmen Davids auch Trost- und Gebetslieder der Pfalzgrafen Friedrich III., Johann Casimir und Friedrich IV. enthält. Möglicherweise gehörte das Ensemble der böhmischen "Winterkönigin" Elisabeth Stuart (1596-1662), der Gemahlin des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz.

