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Judith mit dem Haupt des Holofernes


Sachbegriff: Figur
Sammlungsbereich: Skulptur bis 1550
Darstellung: Judith
Holofernes
Künstler/in: Conrad Meit (Worms 1470/1485 - 1550/1551 Antwerpen (?))
Entstehungsort: Mechelen (?)
Entstehungsland: Belgien (?)
Entstehungsort: Bourg-en-Bresse, Kloster Brou (?)
Entstehungsland: Frankreich (?)
Herkunftsort: Innsbruck, Schloss Ambras
Datierung: um 1525/1528
Epoche: Gotik
Material / Technik: Alabaster (weiß)
Maße: Höhe 29,5 cm / Breite 13,1 cm / Tiefe 6,6 cm
Provenienz: Überweisung 1857
Aus den Königlichen Vereinigten Sammlungen
Inventarnummer: R 204
Fotonummer: D28066
Beschreibung: Die alttestamentarische Heroine Judith rettete die Bewohner ihrer Heimatstadt, indem sie den feindlichen Feldherrn Holofernes im Schlaf tötete. Entgegen der überlieferten Geschichte stellt Meit die Judith nackt dar. Dass es dabei nicht um eine vordergründig erotische Deutung der Figur geht, zeigt der nachdenkliche Blick auf das abgeschlagene Haupt des Holofernes. Meit verbindet seine Darstellung der Judith vielmehr mit einer innovativen Sicht auf die Nacktheit, die eine positive moralische Bewertung erfährt. Diese Deutung wird auch durch die zeitgenössische Traktatliteratur unterstützt, in der die körperliche Schönheit der Frau als Ausweis ihrer moralischen Integrität angeführt wird. Die im Sockel eingegrabene Signatur demonstriert das künstlerische Selbstbewusstsein Meits, dessen kostbare Kleinplastiken eigens für die Kunstsammlungen seiner Auftraggeber geschaffen wurden.
Summary: Judith with the Head of Holofernes; Conrad Meit (c. 1480 -1550/51) c. 1525/28; Alabaster, height 29.5 cm; Until 1811 in Schloss Ambras near Inns-bruck, transferred in 1857 from the Ver-einigte Sammlungen. Inv. no. R 204
The Old Testament heroine Judith rescued the inhabitants of her home town by killing the enemy general Holofernes in his sleep. In complete disregard of the traditional story, Meit depicts Judith naked. However, that it is not an erotic interpretation is shown by Judith's reflective contemplation of the severed head of Holofernes. Rather, Meit links his depiction with an innovative view of nudity, which is given a positive moral assessment. This interpretation is also supported by contemporary treatise literature, in which the physical beauty of the woman is adduced as proof of her moral integrity. The signature engraved in the base demonstrates the artistic self-assurance of Meit, whose elaborate small sculptures were intended for the collections of his clients.
Standort: Bayerisches Nationalmuseum, Saal 21


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Bitte geben Sie dabei die Inventarnummer des Objekts an.


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