Pressematerial

StadtLandschaft

Bayern in historischen Ansichten

Die Ausstellung lädt zu einer faszinierenden Entdeckungsreise durch vier Jahrhunderte grafischer Stadtbilder aus der bedeutenden Grafiksammlung des Bayerischen Nationalmuseums ein. Zwischen genauer Beobachtung und künstlerischer Interpretation vermitteln die meisterhaften Aquarelle, Druckgrafiken und Zeichnungen nicht nur ein Bild historischer Orte, sondern spiegeln zugleich die ästhetischen Vorstellungen und gesellschaftlichen Interessen ihrer Entstehungszeit wider. Die Gegenüberstellung unterschiedlicher Darstellungsweisen eröffnet neue Perspektiven auf das Verhältnis von Wirklichkeit, Erinnerung und künstlerischer Gestaltung. Entdecken Sie, wie Kunst unsere Wahrnehmung von Geschichte prägt – und hinterfragen Sie den Blick auf die vermeintliche Wirklichkeit.

Titel der Ausstellung:
StadtLandschaft

Untertitel:
Bayern in historischen Ansichten

Zeitraum:
29.10.2026 - 14.02.2027

Ort:
Bayerisches Nationalmuseum, München

Ausstellung Stadt Landschaft Flyer StadtLandschaft
Kat Nr 2 Kilian Andacht Mariensaeule D196700

Presseinformation

StadtLandschaft. Bayern in historischen Ansichten

Publikation: StadtLandschaft. Bayern in historischen Ansichten

hg. von Frank Matthias Kammel, mit Texten von Sybe Wartena u.a., München 2026, 136 S., mit zahlreichen Abbildungen

12,00 Euro

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Andacht der Mariensäule auf dem Münchner Schrannenplatz

wohl Johann Bartholomäus Kilian, Augsburg, um 1650/60
Kupferstich auf Velinpapier

© Bayerisches Nationalmuseum, Foto: Bastian Krack

Die dargestellte Szene ist charakteristisch für die in Bayern von Kurfürst Maximilian I. (1573–1651) initiierte und vom Volk gelebte Frömmigkeit. Die Mariensäule hatte er 1638 zum
Dank an die Gottesmutter für die Verschonung Münchens und Landshuts im Dreißigjährigen Krieg auf kommunalem Grund, dem zentralen Marktplatz errichten lassen. Gewidmet ist das Blatt Maria Anna (1610–1665), seiner Witwe.

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Prospect dreier Steinerner Brücken zu Nürnberg über den Pegnitz-Fluß gebauet

Johann Adam Delsenbach (1687–1765), Nürnberg, 1714
Radierung auf Vergépapier

© Bayerisches Nationalmuseum, Foto: Bastian Krack

Wie viele Städte war Nürnberg stolz auf seine Brücken. Auf dieser Ansicht spannen sich die Schuldbrücke (heute Heubrücke), die Königs- oder Barfüßerbrücke (heute Museumsbrücke) und die Fleischbrücke über die Pegnitz. Eine solche Ansicht lässt sich in der Realität jedoch von keinem Standort aus erfassen. Delsenbach schuf eine idealisierte Komposition, um die drei wichtigen Flussübergänge gleichzeitig darstellen zu können.

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Prospect von S. Ulrich gegen dem Salzstadel zu Augsburg

Vorlage Karl Remshard (1678–1735), um 1730; Verlag Georg Balthasar Probst (1723–1801), Augsburg, zwischen 1760 und 1780
Radierung auf Vergépapier, handkoloriert

© Bayerisches Nationalmuseum, Foto: Bastian Krack

Die viersprachige Beschriftung, der kräftige schwarze Rahmen, die perspektivische Anlage und die typische Kolorierung kennzeichnen das Blatt als Guckkastenbild, eine Gattung, die zu der im 18. Jahrhundert aufkommenden Unterhaltungskultur gehörte. Als einer unter mehreren Augsburger Verlegern gab Probst rund 410 Blätter dieser Art heraus. Der mitten auf der heutigen Maximilianstraße stehende Salzstadel wurde 1809 abgerissen.

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Ancien Palais Bamberg

Samuel Prout (1783–1852), London, 1833 bis Anfang der 1840er Jahre
Lithografie, handkoloriert, auf Velinpapier

© Bayerisches Nationalmuseum, Foto: Bastian Krack

Mit der sogenannten Schönen Pforte und dem der Ratsstube vorgelagerten Erker zeigt die Ansicht zwei der repräsentativsten Bestandteile der Alten Hofhaltung in Bamberg. Zugleich erscheinen sie wie Versatzstücke aus einer anderen Zeit und kontrastieren mit der damaligen Nutzung der ehemaligen Erzbischöflichen Residenz als Kaserne. Prout verleiht der Szenerie bewusst einen pittoresk-intimen Charakter.

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Südflügel des Alten Hofs in München mit Torturm und spätgotischem Erker

Carl August Lebschée (1800–1877), München, 1856
Aquarell, Bleistift, Tusche, Höhungen in Bleiweiß auf Velinkarton

© Bayerisches Nationalmuseum, Foto: Bastian Krack

Lebschées Aquarell entstand Jahrzehnte nach der 1813 erfolgten Kappung des Turms. Neben dem architektonischen Zustand ist auch die Staffage in das frühe 19. Jahrhundert versetzt. Der Künstler schuf mehrere Versionen dieser historisierenden Ansicht der ersten Hofhaltung der Wittelsbacher in München. Sie basieren sämtlich auf einem heute verschollenen Blatt von Domenico Quaglio (1787–1837) aus dem Jahr 1806.

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Die Agnes Bernauer-Kapelle in Straubing

Carl August Lebschée (1800–1877), München, 1864
Aquarell, Bleistift, Tusche auf Vergékarton

© Bayerisches Nationalmuseum, Foto: Bastian Krack

Infolge der Ermordung der Agnes Bernauer (um 1410–1435) drohte eine militärische Auseinandersetzung zwischen ihrem mutmaßlichen Gatten Erbprinz Albrecht (1401–1460) und
dessen Vater Herzog Ernst (1373–1438). Doch es kam zur Versöhnung und der Herzog ließ auf dem Friedhof St. Peter in Straubing eine Gedenkkapelle für die Ertränkte bauen. Ihr tatsächlicher Bestattungsort ist unbekannt.

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Das Alte Rathaus mit dem Talburgtor

Carl August Lebschée (1800–1877), München, 1858
Aquarellierte Bleistiftzeichnung auf Velinkarton

© Bayerisches Nationalmuseum, Foto: Bastian Krack

Lebschée zeigt den Blick aus dem Tal auf das Talburgor mit dem rechts anschließenden Alten Rathaus. Es ist eine Rekonstruktion des Zustands zwischen den 1560er und den 1620er Jahren, mit Zwiebelhaube, aber noch vor der Fassadenbemalung im Stil der Spätrenaissance und der Entfernung der Ecktürmchen. Heute befindet sich im Turm das Münchner Spielzeugmuseum.

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Das Alte Sendlinger Stadttor in München

Carl August Lebschée (1800–1877), München, 1858
Aquarell, Bleistift, Tusche auf Velinkarton

© Bayerisches Nationalmuseum, Foto: Bastian Krack

Lebschée gibt hier einen Ausschnitt der Bebauungssituation am Anfang der Sendlinger Straße an der Einmündung von Färbergraben und Rosenthal mit Blick Richtung Stadtzentrum wieder. Das nach der zweiten Stadterweiterung (abgeschlossen 1337) als Wohnturm genutzte Tor wurde 1808 abgebrochen. Die Gebäude rechts entstanden 1721 und wichen 1903 dem heutigen Ruffinihaus.

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Kaffeeservice mit Veduten aus dem bayerischen Oberland

Porzellanmanufaktur Nymphenburg, Modell Eugen Napoleon, Neureuther (1806–1882), München, um 1847/50
Porzellan, Aufglasurfarben mit Gold

© Bayerisches Nationalmuseum, Foto: Bastian Krack

Dieses Kaffeeservice zeigt Ansichten aus dem bayerischen Oberland. Kaffeekanne: Tegernsee/Wildbad Kreuth; Milchkännchen: Hohenschwangau; Zuckerdose: Berchtesgaden
mit Watzmann; Tassen: Eibsee, Kochelsee, Königssee, Schliersee, Walchensee, Seeshaupt am Würmsee. Es trug zur Bekanntheit bestimmter Bildkompositionen der jeweiligen
Seen, Berge und Schlösser in Adel und gehobenem Bürgertum bei. Ein Teil der Vorlagen stammt von Carl Friedrich Heinzmann (1795-1846), der in der Nymphenburger Manufaktur als Porzellanmaler arbeitete. Andere waren von weiteren Landschaftsmalern als Lithografie publiziert.

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Das Maderbräuschlösschen in Berg am Laim

Michael Neher (1798–1876), München, 1851
Öl auf Kupfer

© Bayerisches Nationalmuseum, Foto: Bastian Krack

Der wohlhabende Eigentümer des Münchner Maderbräu ließ sich vor 1850 ein Anwesen in Form eines neugotischen Landhauses erbauen. Es gehörte zu den frühen privaten Gebäuden im Stil des Historismus. Die Kirche im Hintergrund ist Maria Ramersdorf, die nahe der als Pappelallee gekennzeichneten Rosenheimer Straße liegt. Der auf Architektur spezialisierte Maler war für seine Detailgenauigkeit in der künstlerischen Wiedergabe hochgeschätzt.

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Blick in die Ausstellung

© Bayerisches Nationalmuseum, Foto: Bastian Krack

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Blick in die Ausstellung

© Bayerisches Nationalmuseum, Foto: Bastian Krack

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Blick in die Ausstellung

© Bayerisches Nationalmuseum, Foto: Bastian Krack

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Blick in die Ausstellung

© Bayerisches Nationalmuseum, Foto: Bastian Krack

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Blick in die Ausstellung

© Bayerisches Nationalmuseum, Foto: Bastian Krack

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Eröffnung

v.l.n.r.: Dr. Frank Matthias Kammel, Generaldirektor, Dr. des Hannah Lehner, wissenschaftliche Volontärin, Dr. Sybe Wartena, Kurator der Ausstellung

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