Sammlung

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Sog. Kunigundenkasten

Details

Dänemark, um 1000

Eiche, Elfenbein, Bronze, Eisen, Bergkristall

H. 13,3 cm

Erworben mit der Sammlung Martin Joseph von Reider, Bamberg, 1860.

Inv.-Nr. MA 286

Saal 1

Elfenbein, Goldschmiedekunst

Romanik

Beschreibung

Um eines der prominentesten Werke der Wikingerkunst zu sehen, muss man nach München reisen. Dieses völlig singuläre Objekt wurde wohl als diplomatisches Geschenk für den Kaiser geschaffen. Es blieb erhalten, weil man es jahrhundertelang in einem Bamberger Kirchenschatz als Kasten der heiligen Kaiserin Kunigunde verehrte. Entstanden an der Wende zum Christentum sind hier heidnische und antike Motive verbunden mit einem Kreuz als Schmuck des Deckels. Die Ornamentik wirkt zunächst ganz abstrakt. Bei näherer Betrachtung lassen sich verschiedene Vögel und Raubtiere erahnen und sogar ein menschliches Gesicht. Der Kasten war ursprünglich mit einem komplizierten Schließmechanismus ausgestattet.

Weitere Werke