Sammlung

Salzgefäß in Form eines viereckigen Gebäudes mit Ornamenten verziert

Künstler/in
Entstehung
Westalpenraum (?), Südalpenraum (?)
Datierung
um 1100
Material
Speckstein, Reste von Farbfassung
Maße
H. 9,5 cm, B. 7,5 cm, T. 6,9 cm
Standort
Bayerisches Nationalmuseum (Saal 72)
Inventarnummer
MA 290
Bezug
Zugang

Weil Speisesalz lange zu den kostbarsten Gütern zählte, präsentierte man es auf der herrschaftlichen Tafel in luxuriösen Gefäßen. Der steinerne Napf ist eines der wenigen aus dem Mittelalter erhaltenen Exemplare von Behältern mit dieser Funktion. Seine Schmuckelemente – Rundbogenpaare, Zahnschnitt- und Dreiecksfriese – entstammen dem Dekor der romanischen Architektur. Auf die Herkunft des Minerals aus dem Meer verweisen Muschelwerk und der als Delphin gebildete Schaft der Silberschale. Wie aus den Ozeanen kommt Salz auch aus den Dolomiten, wo sich vor 250 Millionen Jahren ein Meer befand. [Beschreibung Inv.-Nr. MA 290 und 2015/228]

BV006244376
Zum Objekt: Mus.-Kat. Hugo Graf, Das Mittelalter. Romanische Alterthümer (Kataloge des Bayerischen Nationalmuseums; Bd. 5), München 1890, Kat.-Nr. 290

BV036467595
Zum Objekt: Ausst.-Kat. Deutsches Historisches Museum Berlin, 25. Juni bis 24. Oktober 2010: Burg und Herrschaft, Dresden 2010, S. 106-108 (mit Abb.), Kat.-Nr. 5.22

Systematik

Gefäß - Sonderformen - Gewürzgefäß - Salzgefäß

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