Sammlung

D29402

Deckelschale

Details

Giovanni Ambrogio Miseroni

Mailand, zwischen 1610 und 1780

Rauchquarz, Silber, vergoldet

L. 20,5 cm

Überweisung aus dem Königlichen Münzkabinett 1865.

Inv.-Nr. R 2149

Saal 29

Goldschmiedekunst

Renaissance

Beschreibung

In der Renaissance erlebte die Steinschneidekunst, die sogenannte Glyptik, mit dem Aufkommen der fürstlichen Kunst- und Wunderkammern einen neuen Höhepunkt. Künstlerisch gestaltete "Wunder der Natur" wie diese ovale Deckelschale aus einem selten großen Rauchquarz entsprachen ganz besonders dem Charakter dieser Sammlungen. Um die Edelsteine bearbeiten zu können, bedurfte es absoluter Höchstleistungen in der Technik des Schleifens und Schneidens. Europaweit führend waren die Mailänder Familien der Sarachi und Miseroni. Letztere arbeiteten als Hofkünstler für Kaiser Rudolf II. in Prag. Möglicherweise stammt dieses phantasievoll gebildete Gefäß mit dem Maskaron sogar aus dessen berühmter Kunstkammer und gelangte als Geschenk an den Münchner Hof.

Weitere Werke