Sammlung

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Chronos

Details

Ignaz Günther

München, um 1765/1770

Lindenholz

B. 62,0 cm

Vermächtnis Adalbert Sickinger, München, 1920.

Inv.-Nr. 20/212

Saal 42-43

Bildhauerkunst

Barock und Rokoko

Beschreibung

Der griechischen Mythologie zufolge verschlang der Titan Kronos seine Kinder, weil er fürchtete, von ihnen entmachtet zu werden. Nur sein Sohn Zeus entkam diesem Schicksal. Schon früh wurde er mit dem Gott der Zeit, Chronos, gleichgesetzt. Der geniale bayerische Rokoko-Bildhauer Ignaz Günther stellt Chronos als geflügelten alten Mann mit langem Bart dar. Sense und Stundenglas versinnbildlichen die unerbittlich verrinnende Zeit und verweisen auf den Tod. Ursprünglich bekrönte die Skulptur vermutlich das Gehäuse einer Uhr. Günther schildert Chronos mit milden und in sich gekehrten Zügen und unterscheidet ihn damit von den grausig-bedrohlichen, meist als Gerippe wiedergegebenen Sensenmännern des Spätmittelalters.

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