Sammlung
Mohrenkönig (Krippenfigur)
- Künstler/in
- Klosterwerkstatt
- Entstehung
- Stams, Kloster, Nordtirol, Österreich
- Datierung
- 4. Viertel 18. Jh.
- Material
- Figur: Holz, geschnitzt, bemalt, Draht; Bekleidung: Perlen (weiß), Glas (braun), Seide (lachsfarben), Silbergespinst, Goldgespinst, Chintz (gelb), Goldspitze, Pailletten, Seidenspitze (weiß), Samt (blau, burgunderrot, sandfarben); Turban: Silberlamé, Seide (rosa), Silbergespinst, Vogelfeder, Silberfaden, Damast (rot)
- Maße
- H. 51,2 cm, B. 29,3 cm, T. 21,7 cm
- Standort
- Bayerisches Nationalmuseum (Saal 136)
- Inventarnummer
- 55/33
- Bezug
- Inv.-Nr. 55/10 - 55/105 (Krippe)
- Zugang
- Ankauf 1955
Gekleidete Puppe, Kopf und Beine angearbeitet, Oberarme Draht, Unterarme geschnitzt, linker Oberarm in der Beuge, Oberkörper in Brustbeinhöhe auf Unterkörper geleimt. Rechts Standbein, links Spielbein. Kopf leicht nach rechts oben gewendet, bartlos, jugendlich, bis in den Nacken mit krausen, schwarzen Locken bedeckt. Inkarnat schwarz-braun, Lippen rot; angearbeitete Ohrringe, tropfenfrörmige weiße Perlen. Kleidung: Kein Hemd; Hose bis zu den Knien reichend, lachsfarbene Seide, Beinlinge unten besetzt mit Borte wie Jacke Inv.-Nr. 55/32 und mit Bogen aus Silbergespinst; darüber knielanger Rock, blauer Samt breite Goldspitze und Besatz aus Pailletten und kleinen Silbergespinstraupen, darüber Borte wie Jackeneinfassung Inv.-Nr. 55/32 und größere, vertikal gerichtete Raupen aus Silbergespinst. Den Knierock bedeckt in der oberen Hälfte schoßähnlicher Behang von fünf rautenähnlichen Zungen aus burgunderrotem Samt; die Zungen in der Taille angesetzt und brustpanzerähnlich den Oberkörper bedeckender Gewandteil aus gleichem Stoff.
Das Obergewand hinten offen, durch Spannfäden zusammengehalten; halblange Ärmel aus braunrotem Samt; breiter, die Schultern bedeckender, blauer Samtkragen. Schmale Halsrüsche aus weißer Seidenspitze. Kragen und Schoßteile mit steifem Papier unterlegt, mit Silbergespinstraupen umstochen, dasselbe Gespinst in größeren Schlingen auch als Besatz verwendet an den Ärmelkanten, in der Taille und an silberner Borte, mit der die oberen Ärmelnähte besetzt sind. In der Taille undan den Ärmelkanten außerdem Borte wie auf Jacke Inv.-Nr. 55/32. Auf der Brust, den Schoßklappen und in den Kragenecken reiche Ornamente aus Silbergespinst; an beiden Handgelenken doppeltes Armreifen Goldgespinst. Arme und Beine dunkelbraun gefaßt. Beine bis zur halben Wade bedeckt von angearbeiteten, weißgefaßten Stiefeln mit rotbrauner Sohle.
Kniebänder aus blauer Seide, mit Agraffen in Klosterarbeit (braune Glassteine, Pailletten, Silbergespinst). Prächtiger Turban; über dicker Polsterung Bezug von Silberlamée, besetzt mit Streifen von rosa Seidenband; rechts Aufschlag aus rotem Damast, besetzt mit Ornamenten und Einfassung aus Silbergespinst, vorne runde Agraffe ähnlicher Arbeit und Gesteck aus drei wollenen Federn und einem Vogelfederbusch. Dicker Strang von Silberfäden, Enden links und rechts am Turban befestigt. Halbmantel, knöchellang, sandfarbener Samt auf gelbem Chintz-Futter, oben zusammengezogen und mit Schleifenband gebunden, an den seitlichen Rändern und am unteren Rand besetzt mit Goldspitze. Außen Bordüre aus Goldgespinstraupen, eingefaßt von Borte (wie Jackenbesatz Inv.-Nr. 55/32), innen reicher Kantenbesatz, aufgefädeltes, zickzackförmig aufgenähtes Silbergespinst.
Das Obergewand hinten offen, durch Spannfäden zusammengehalten; halblange Ärmel aus braunrotem Samt; breiter, die Schultern bedeckender, blauer Samtkragen. Schmale Halsrüsche aus weißer Seidenspitze. Kragen und Schoßteile mit steifem Papier unterlegt, mit Silbergespinstraupen umstochen, dasselbe Gespinst in größeren Schlingen auch als Besatz verwendet an den Ärmelkanten, in der Taille und an silberner Borte, mit der die oberen Ärmelnähte besetzt sind. In der Taille undan den Ärmelkanten außerdem Borte wie auf Jacke Inv.-Nr. 55/32. Auf der Brust, den Schoßklappen und in den Kragenecken reiche Ornamente aus Silbergespinst; an beiden Handgelenken doppeltes Armreifen Goldgespinst. Arme und Beine dunkelbraun gefaßt. Beine bis zur halben Wade bedeckt von angearbeiteten, weißgefaßten Stiefeln mit rotbrauner Sohle.
Kniebänder aus blauer Seide, mit Agraffen in Klosterarbeit (braune Glassteine, Pailletten, Silbergespinst). Prächtiger Turban; über dicker Polsterung Bezug von Silberlamée, besetzt mit Streifen von rosa Seidenband; rechts Aufschlag aus rotem Damast, besetzt mit Ornamenten und Einfassung aus Silbergespinst, vorne runde Agraffe ähnlicher Arbeit und Gesteck aus drei wollenen Federn und einem Vogelfederbusch. Dicker Strang von Silberfäden, Enden links und rechts am Turban befestigt. Halbmantel, knöchellang, sandfarbener Samt auf gelbem Chintz-Futter, oben zusammengezogen und mit Schleifenband gebunden, an den seitlichen Rändern und am unteren Rand besetzt mit Goldspitze. Außen Bordüre aus Goldgespinstraupen, eingefaßt von Borte (wie Jackenbesatz Inv.-Nr. 55/32), innen reicher Kantenbesatz, aufgefädeltes, zickzackförmig aufgenähtes Silbergespinst.
BV002839282
Mus.-Führer, Weihnachtskrippen. Illustrierter Führer durch die Krippenabteilung des Bayerischen Nationalmuseums, Bayerisches Nationalmuseum (Hrsg.), München 1972, Abb. Seite: 23
Systematik
Krippe - Figur (Krippe)