Sammlung

Weißes Chemisenkleid

Künstler/in
Entstehung
Hessen, Deutschland
Datierung
zwischen 1805 und 1815
Material
Oberstoff: Baumwolle, weiß, Leinwandbindung; Stickerei: Baumwolle, weiß, Plattstich
Maße
H. 126 cm
Standort
Bayerisches Nationalmuseum (Saal 52)
Inventarnummer
57/168
Bezug
Zugang
Geschenk 1957, Privatbesitz

Das knöchellange Kleid aus weißem Musselin besitzt kurze Puffärmel und eine hochliegende Taillennaht, die unterhalb der Brust verläuft. In der hinteren Mitte befindet sich ein Verschlussschlitz. Das Oberteil setzt sich aus einer Vorderpartie, vier Seiten- und zwei Rückenteilen zusammen, wobei die Ansatznaht der Rückenteile einen Bogen bildet. Am ovalen Halsausschnitt ist ein Tunnelzug eingearbeitet, der hinten zu schließen ist. Die Taillennaht und die Ärmelabschlüsse sind ebenfalls mit Tunneldurchzügen ausgestattet. Der Rock besteht aus einem beidseitig ausgestellten Vorderteil, zwei keilförmigen Seitenteilen und einem rechteckigen Rückteil. Letzteres ist angereiht am Oberteil angesetzt, die übrigen Rockpartien glatt. Der Rocksaum ist in Weiß mit einer breiten Bordüre bestickt, die ein umlaufende Blumenranke zeigt, unten begrenzt von alternierend aneinandergereihten, auf den Kopf gestellten Herzen und Punkten sowie einer geraden Linie als unterem Abschluss. Auch der Rand des Halsausschnitts ist mit Herzen und Punkten bestickt. Auf den Ärmeln erscheinen ähnliche Blumenmotive wie am Rocksaum. Das Kleid wurde später gekürzt, indem unterhalb der Taillennaht eine querlaufende Biese eingenäht wurde.

Systematik

Kleid (Frauen)

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