Sammlung

Mieder

Künstler/in
Entstehung
München
Datierung
um 1790
Material
Silberbrokat, Silberhaken, Goldstickerei; Futter: Baumwolle, bedruckt
Maße
H. (ca.) 35 cm, B. (ca.) 80 cm
Standort
Bayerisches Nationalmuseum (nicht ausgestellt)
Inventarnummer
80/25
Bezug
Zugang
Ankauf 1980, Privatbesitz

Kurzes Mieder mit schmalem hochgezogenen Rücken, der in zwei Träger (2,5 cm breit) ausläuft; Ärmelkanten, Haisund Brustausschnitt mit golden-gelbem Band eingefaßt und außer an den Trägern zur Zickzackkante verarbeitet. Stoff; rosa-graue, damastartig gemusterte Seide; die Versteifungsstäbchen im Stickmuster gelb-golden umstickt; parallel zum Brustausschnitt und zu den Ärmelausschnitten lorbeerähnliche, plastisch-golden gestickte Zweige; rückwärtige Mitte Ornament (dem Schild eines Miedersteckers in der Form ähnlich) aus Goldfäden, Metallscheibchen und -knöpfchen läuft in einen Schurzhaken aus, dessen Ansatzblatt ist aus Rocaillebogen zusammengesetzt, der Haken ist plastisch wie Draht. An beiden Seitenteilen je ein schmuckloses Häkchen; vorne je fünf Miederhaken, deren Ansatzblätter aus einer stilisierten Blume mit sechs Knöpfchen als Blätter und einem Knöpfchen als Mittelteil, umgeben von kleinen Rauten, bestehen. Der Haken ist tierschwanzähnlich ornamentiert. Futter: Kattunähnlicher, mit Kreisen (lila-braun) bedruckter Stoff; untere Kante mit ehemals weißem Leder eingefaßt vordere Weite durch angenähte Webstreifen (zur Schauseite hin mit Silberfäden durchzogen) vergrößert; pro Seite je fünf Schnürlöchlein, an der rechten Seite weitere fünf, um die neue Weite zu erreichen.

Systematik

Kleidung [Bekleidung, Kostüm] - Mieder

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