Sammlung

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Fliegender Merkur

Details

Hubert Gerhard

Augsburg, um 1590/1593

Bronze

H. 93 cm

Leihgabe der Ernst von Siemens Kunststiftung.

Inv.-Nr. L 2012/3

Saal 25

Bildhauerkunst

Renaissance

Beschreibung

Die der Schwerkraft scheinbar enthobene Figur des jugendlichen Götterboten gehört zu den Glanzstücken der süddeutschen Bronzeplastik um 1600. Der Gott der Händler und Diebe hielt ursprünglich wohl einen Geldbeutel in der erhobenen Rechten und in seiner Linken den Caduceus. An diesem schlangenumwundenen Stab sowie den Flügeln an Fersen und Hut war er stets zu erkennen. Kostbare Bronzen, die wie der Merkur in nur einer Version entstanden, konnten sich nur Fürsten und wohlhabende Patrizier leisten. Der Auftraggeber des Merkur, Wolfang Paller der Jüngere, war ein reicher Augsburger Kupferhändler. Kupfer ist neben Zinn der Hauptbestandteil der Bronze genannten Metalllegierung.

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