Sammlung
Peter Tambosi im Originalrahmen (Gemälde)
- Künstler/in
- Franz Adam
- Entstehung
- –
- Datierung
- –
- Material
- Gemälde: Malerei auf Leinwand vergoldeter Zierrahmen
- Maße
- Gemälde (ohne Rahmen): H. 70,2cm, B. 58,6cm, T. 2,1cm; Gemälde mit Rahmen: H. 93,8cm, B. 79,4cm, T. 8,7cm
- Standort
- Bayerisches Nationalmuseum (Saal 53)
- Inventarnummer
- 2015/215.1-2
- Bezug
- –
- Zugang
- Vermächtnis 2015, Privatbesitz, Aus der Familie Tambosi, München, Erworben 1839 von Herzog von Leuchtenberg, Maximilian de Beauharnais
Das Porträt zeigt wahrscheinlich Giuseppe (Joseph) Tambosi (1794–1872) im Alter von ungefähr 40 Jahren. Er war ein Sohn von Luigi Tambosi, dem Besitzer des Kaffeehauses am Hofgarten. Giuseppe hatte sich 1832 mit Sophie Mader verheiratet. Das kinderreiche Ehepaar wohnte in der Karlstraße 10 in München. Modisch hat der Porträtierte sein dichtes dunkles Haar in leichte Wellen über den Oberkopf gelegt. Die buschigen Koteletten gehen in einen kräftigen Backenbart über. Gepflegt und modisch ist auch seine biedermeierliche Kleidung: Der Leibrock hat einen sehr breiten Kragen, und die Ärmel sind an den Schultern etwas gebauscht. Unter dem schwarzen Rock trägt Tambosi eine Weste und ein Hemd mit einem hochgeschlossenen Vatermörderkragen. Obligatorische Accessoires der damaligen Herrenmode waren Schleifen oder Krawatten, deren vielseitige Bindemöglichkeiten in den Modejournalen abgebildet waren. Tambosi entschied sich jedoch für eine wenig exzentrische Variante und band sich eine einfache Fliege. In späteren Jahren sollte Tambosi Karriere als Bediensteter am Königshof der Wittelsbacher machen: 1839 wurde er zum königlichen Kammerdiener unter Ludwig I. und zehn Jahre später, 1849, zum Hofkellermeister unter dessen Sohn, König Maximilian II., ernannt. 1857 erhielt er die goldene Medaille des Verdienstordens vom heiligen Michael und 1860 wurde er als Herold in den Hubertusorden aufgenommen.
BV002596995
Zum Objekt: Jahresbericht Bayerisches Nationalmuseum München 2014-2015, Renate Eikelmann (Hrsg.), München 2016, S. 42, Abb. S. 42
Systematik
Malerei - Gemälde