Sammlung

Futteral in Form einer Forelle mit sechs Messern

Künstler/in
Entstehung
Italien (?)
Datierung
um 1570
Material
Messer: Bein, Eisen, geätzt, vergoldet; Futteral: Leder, geprägt, punziert, gefasst (farbig)
Maße
Gesamt (Messer in geschlossenem Futteral): L. 34,9 cm, B. 7,8 cm, H. 4,5 cm, G. 342,8 g; Messer gesamt: G. 198 g; Futteral: G. 144,8 g
Standort
Bayerisches Nationalmuseum (Saal 27)
Inventarnummer
L 2021/7.1-8
Bezug
Zugang
Leihgabe des Freundeskreises des Bayerischen Nationalmuseums e.V. seit 2021

Diese Forelle entpuppt sich als täuschend lebensecht gefasstes Lederfutteral, in dem sechs prachtvoll verzierte Messer mit zierlichen Griffen aus Bein stecken. Besteckfutterale in Form von Forellen aus der Renaissance sind äußerst selten. Nur wenige Exemplare haben sich erhalten, darunter ein eng verwandtes Stück im Grünen Gewölbe in Dresden. Als Teil der kurfürstlich-sächsischen Kunstkammer belegt es die hohe Wertschätzung für Objekte, die mit ihrer effektvollen Naturnachahmung Staunen und Bewunderung hervorriefen. Vermutlich gehörte auch dieses Forellenfutteral, das zweifellos im Besitz einer hochstehenden Persönlichkeit war, zur Sammlung einer fürstlichen Kunst- und Wunderkammer.

BV014157628
Zum Objekt: Andrea Pancheri, Vom Holzlöffel zur Hummerzange..Eine kurze Geschichte des Bestecks, in: Esskulturen. Kulturberichte 2020 aus Tirol und Südtirol. Themenheft, hrsg. von den Tiroler und Südtiroler Kulturabteilungen, Abteilung Deutsche Kultur, Innsbruck 2020, S. 22-25, S. 22-25, Abb. S. 25

BV002596995
Zum Objekt: Jahresbericht Bayerisches Nationalmuseum München 2019-2021, Frank Matthias Kammel (Hrsg.), München 2023, S. 80 S. 218

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