VORSCHAU: 24.09.2026 – 17.01.2027

Liminal Spaces

Hinterglasmalerei von Fride Wirtl-Walser

Liminal Spaces sind menschenleer empfundene, für einen Moment der Zeit enthobene Räume, mit anderen Worten Nicht-Orte. Zugleich malerisch und unheimlich, markieren sie Übergange zwischen dem, was war, und dem, was kommt. Im Werk von Fride Wirtl-Walser (geb. 1932) sind solche uneindeutigen Raumsituationen allgegenwärtig und bilden eine Art Galerie der Zwischenwelten.

Wirtl-Walser studierte Bildhauerei an der Stuttgarter sowie Malerei und Glaskunst an der Münchner Kunstakademie. Sie lebt im oberbayerischen Peinting und zählt zu den bedeutendsten Vertretern der zeitgenössischen Hinterglasmalerei.

Hinterglaskunst ist die Symbiose aus handwerklicher Präzision und ästhetischem Anspruch, aus Lichtbrechung und Raumtiefe. Sie ist wie geschaffen für eine Ästhetik des Zweifelhaften, Unheimlichen und Schönen. Durch den Farbauftrag auf der Rückseite der Scheibe entsteht eine glatte, kühle Oberfläche, die das Auge distanziert und gleichzeitig tief in das Motiv hineinzieht. Die Brillanz des Glases verleiht den Farben eine fast surreale Leuchtkraft.

Aus der großzügigen Schenkung der Künstlerin an das Bayerische Nationalmuseum im Jahr 2025 sind 38 Bilder zu sehen, die faszinierende Ansichten von natürlichen und künstlichen, konkreten und abstrakten Räumen zeigen. Sämtlich zeugen sie von der Fantasie und Kreativität der Künstlerin, reflektieren ihre innere Haltung, Denkweise und mentale Grundeinstellung. Sie laden zu einer abwechslungsreichen visuellen Expedition ein.

Liminal spaces Auge

Eintritt

Kategorie Standard + Studioausstellung
Erwachsene 7,00 Euro
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei
Ermässigt 6,00 Euro
Sonntags 1,00 Euro
Sonntags ermässigt 1,00 Euro

Die Studioausstellung LIMINAL SPACES ist im regulären Museumseintritt enthalten.