Sammlung

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Truhe mit perspektivischen Einlegearbeiten

Details

Baccio Pontelli

Florenz, um 1470/1480

Nussbaum, Pappel, verschiedene einheimische Furnierhölzer

H. 100,5 cm

Aus der Burg Trausnitz in Landshut. Überweisung aus den Königlichen Sammlungen des Hauses Wittelsbach 1856.

Inv.-Nr. R 616

Saal 24

Möbel

Renaissance

Beschreibung

Die Truhe täuscht geöffnete Schranktüren vor, hinter denen Musikinstrumente, Spiele und Schatullen in perfekter räumlicher Illusion in Fächern liegen. Dass alles in den natürlichen Farben der Hölzer gehalten ist, steigert die Verblüffung zusätzlich. Das Möbel steht in einer Tradition, die um 1440 mit den Schränken der Florentiner Domsakristei begann. Eine Devise der Familie Gonzaga (VRAI AMOR NO SE CHIANGE / Wahre Liebe ist beständig), die an der Seite der Truhe intarsiert ist, zeigt, dass sie für den Hof in Mantua angefertigt wurde. Durch dynastische Beziehungen mit den bayerischen Wittelsbachern kam das Möbelstück schon im 16. Jahrhundert in den Besitz der Jakobäa von Baden, der Gemahlin Herzog Wilhelms IV.

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