Sammlung

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Satyrkopf mit Hirschgeweih

Details

Christof Angermair

München, Zwischen 1624 und 1627

Elfenbein, Hirschgeweih, Stahl, Holz

H. 47,1 cm

Aus der Kammergalerie Kurfürst Maximilians I. von Bayern in der Münchner Residenz. Überweisung vom Oberstjägermeisteramt 1865.

Inv.-Nr. R 4707.1-2

Saal 85

Bildhauerkunst, Elfenbein

Barock und Rokoko

Beschreibung

Die ausdrucksstarke Satyrmaske mit aufgesetztem unregelmäßig gewachsenem Hirschgeweih gehört zu einem Ensemble, das der Hofbildhauer Christof Angermair für Kurfürst Maximilian I. schuf. Es besteht aus einem Kronleuchter mit Satyrkopf und ehemals vier Satyrmasken. Die Werke zeigen jeweils individuell gestaltete Köpfe dieses Mischwesens aus der antiken Mythologie. Kein anderer europäischer Hof besaß vergleichbare Elfenbeinobjekte, bei denen die geschnitzten Satyrn mit den als Wunder der Natur angesehenen abnorm gewachsenen Geweihen kombiniert wurden. Die Darstellung des dämonisch-wilden Satyrs vereint Natur und Kunst in einer für die Kunst- und Wunderkammern der Spätrenaissance typischen Weise.

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