Sammlung

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Münzschrein Kurfürst Maximilians I. von Bayern

Details

Christof Angermair

München, 1618-1624

Elfenbein, Lapislazuli, Silber, Email

H. 85 cm

Aus der Kammergalerie Kurfürst Maximilians I. von Bayern in der Münchner Residenz. Überweisung aus dem Königlichen Münzkabinett 1874.

Inv.-Nr. R 4909

Saal 31

Bildhauerkunst, Elfenbein, Möbel

Barock und Rokoko

Beschreibung

Der kostbare Schrein für die Sammlung antiker Goldmünzen des Kurfürsten ist einzigartig. Dieses Hauptwerk der europäischen Elfenbeinkunst des Barock ist mit mikroskopisch fein gearbeiteten Elfenbeinreliefs geschmückt: auf der Vorderseite mit Allegorien des ehrwürdigen Altertums und der Münzkunde, auf der Rückseite mit Darstellungen der Reichs- und Städtegründer Nimrod und Romulus. Szenen mit Musizierenden zieren die Türinnenseiten. Ein Imperator zu Pferd als Sieger über vier Könige bekrönt den Schrein. Die Kombination von Elfenbein und Lapislazuli stellt ein Maximum an Luxus dar und verweist auf die Farben des Wittelsbacher Wappens. Geschützt war der Schrein durch ein reich intarsiertes Futteral. Das Öffnen von Futteral und Schrein lässt sich als Spektakel vorstellen, das Maximilian I. nur ausgewählten Gästen gewährte.

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