Sammlung

D120593
D120759

Mitra aus Kloster Seligenthal

Details

Byzanz oder Vorderer Orient (Seidengewebe), England (Stickerei), um 1180/1200

Seide, Metall

Umfang 56 cm

Erworben aus dem Klosterkonvent Seligenthal, Landshut, 1862.

Inv.-Nr. T 17

Textilien

Gotik

Beschreibung

Eine Mitra ist die Kopfbedeckung eines Bischofs oder Abtes während des Gottesdienstes. Als wichtige Insignie der kirchlichen Würdenträger wurde sie aus wertvollem Material gefertigt. Bei diesem Exemplar erscheint auf der einen Seite die Steinigung des hl. Stephanus, auf der anderen die Ermordung Thomas Beckets. Er war der Erzbischof von Canterbury und wurde schon bald nach seinem Tod 1170 heiliggesprochen. Die als "opus anglicanum" bezeichneten englischen Goldstickereien waren aufgrund ihrer hohen Qualität in ganz Europa begehrt und verbreiteten die Verehrung von Thomas Becket auch auf dem Kontinent. Die Mitra stammt vermutlich von Konrad von Wittelsbach (gest. 1200), dem Erzbischof von Mainz und Salzburg.

Weitere Werke