Sammlung
Tierfigur: Großer Leopard
- Künstler/in
- Herstellung: Porzellanmanufaktur Meißen
- Entstehung
- Meißen
- Datierung
- Mitte 18. Jh.; Modell: um 1740/1750; Ausformung und Staffierung: 3. Viertel 18. Jh.
- Material
- Porzellan, glasiert, milchig, Aufglasurfarben, staffiert
- Maße
- H. 13,7 cm, L. 15,3 cm, Dm. (unten) 9,5-14 cm, G. 801 g
- Standort
- Schloss Lustheim
- Inventarnummer
- ES 674
- Bezug
- –
- Zugang
- Geschenk 1968, Aus der Meissener Porzellan-Sammlung Stiftung Ernst Schneider
BV014652828
Zum Objekt: Ausst.-Kat. Palais Miramar, Cannes, 22. Juni - 31. August 1956: Cinq siècles de céramique allemande: exposition rétrospective. Cannes 1956, Kat.-Nr. 160
BV014652763
Zum Objekt: Ausst.-Kat. Kunstgewerbemuseum, Köln, 3. November 1956 - 15. Dezember 1956: Fünfhundert Jahre Deutsche Keramik. Kunstgewerbemuseum Köln (Hrsg.), Köln 1956, Kat.-Nr. 134 (o. Abb.)
BV002294747
Zum Objekt: Ausst.-Kat. Bayerisches Nationalmuseum, München, 1966: Meissener Porzellan 1710-1810. Ausstellung im Bayerischen Nationalmuseum München, München 1966, Kat.-Nr. 1052
BV019430246
Zum Objekt: Mus.-Kat. Annette Schommers, Martina Grigat-Hunger, Sabine Heym, Meißener Porzellan des 18. Jahrhunderts. Die Stiftung Ernst Schneider in Schloß Lustheim, Renate Eikelmann, Bayerisches Nationalmuseum (Hrsg.), München 2004, S. 435 f., Abb. S. 383, Kat.-Nr. 153
BV043964318
Zur Provenienz: Forschungsverbund Provenienzforschung Bayern, Tätigkeitsbericht 2015/2016, Alfred Grimm (Hrsg.), München 2016, S. 52
BV046344469
Zur Provenienz: Forschungsverbund Provenienzforschung Bayern, Tätigkeitsbericht 2016/2017, Alfred Grimm (Hrsg.), München 2017, S. 69
BV046344498
Zum Objekt: Forschungsverbund Provenienzforschung Bayern, Tätigkeitsbericht 2018, Alfred Grimm (Hrsg.), München 2019, S. 88, Abb. S. 88
BV047371500
Zur Provenienz: Forschungsverbund Provenienzforschung Bayern, Tätigkeitsbericht 2019, Johannes Gramlich, Stephan Kellner (Hrsg.), Passau 2020, S. 71, S. 78
Forschung
Das Ehepaar Max und Olga von Wassermann lebte in Berlin. Im Jahre 1934 verstarb Max von Wassermann, in der Folgezeit nahm Olga von Wassermann die US-amerikanische Staatsbürgerschaft wieder an. Die Familie war wegen ihres jüdischen Glaubens zunehmend der Verfolgung durch das nationalsozialistische Regime ausgesetzt, so dass die Entscheidung zur Emigration getroffen und wesentliche Teile des Hausrats von Olga von Wassermann bei einer Auktion des Auktionshaus Lange am 6. und 7. Dezember 1937 versteigert wurden. Unter den versteigerten Stücken befand sich auch ein Modell des „Leopardenweibchens“ aus der Porzellanmanufaktur Meissen. Ein derartiges Modell befindet sich seit 1968 als Inventarnummer ES 674 im Bestand des BNM. Auf Grund der unterseitigen Markierung „MW“, die den Initialen von Max von Wassermann entspricht, sowie einer ähnlichen Markierung auf einer Vase, die nachweislich aus dem Eigentum der Familie von Wassermann stammt, ist davon auszugehen, dass das sich im Bestand des BNM befindliche Modell des Leopardenweibchens ursprünglich im Eigentum der Familie Wassermann stand.
Restituiert an die Erben nach Max und Olga von Wassermann am 23.08.2019.
Systematik
Bildwerk [Plastik, Skulptur] - Figur (Tier)