Sammlung
Senfkännchen aus dem Service Sir Charles Hanbury Williams
- Künstler/in
- Herstellung: Porzellanmanufaktur Meißen
- Entstehung
- Meißen
- Datierung
- um 1740/1745
- Material
- Hartporzellan, Aufglasurfarben, Gold
- Maße
- Kanne: H. (gesamt) 16,2 cm, H. (ohne Deckel) 12,4 cm, B. 12,3 cm, Dm. 8,2 cm, Dm. (oben) 5,3 cm, Dm. (unten) 4,9 cm, G. 284 g; Deckel: H. 4,2 cm, Dm. 5,8 cm, G. 44 g
- Standort
- Schloss Lustheim
- Inventarnummer
- ES 2382 a-b
- Bezug
- –
- Zugang
- Geschenk 1977, Aus der Meissener Porzellan-Sammlung Stiftung Ernst Schneider
BV019430246
Zum Objekt: Mus.-Kat. Annette Schommers, Martina Grigat-Hunger, Sabine Heym, Meißener Porzellan des 18. Jahrhunderts. Die Stiftung Ernst Schneider in Schloß Lustheim, Renate Eikelmann, Bayerisches Nationalmuseum (Hrsg.), München 2004, S. 358, 433, Abb. S. 360 f., Kat.-Nr. 143
BV037659498
Zum Objekt: Ausst.-Kat. The Bard Graduate Center for Studies in the Decorative Arts, Design und Culture, New York, 15.11.2007-10.02.2008: Fragile Diplomacy. Meissen Porcelain for European Courts ca. 1710-1763, Maureen Cassidy-Geiger (Hrsg.), New York 2007, S. 286, Abb. 12-21
BV043964318
Zur Provenienz: Forschungsverbund Provenienzforschung Bayern, Tätigkeitsbericht 2015/2016, Alfred Grimm (Hrsg.), München 2016, S. 46, Abb. S. 46
Forschung
Das Objekt befand sich im Eigentum von Adolph (1861‒1938) und Clara Helene List (1868‒1956). Nach dem Tod von Adolph List wurde die Sammlung 1939 und 1940 in zwei Auktionen beim Berliner Auktionshaus Hans W. Lange (Sammlung List, Magdeburg, 28.–30.03.1939 und 25.–27.01.1940) versteigert. Clara Helene List erzielte beim Verkauf der Sammlung die für die Zeit marktüblichen Preise. Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass sie keine ›freie Verfügbarkeit‹ über die erzielten Verkaufserlöse hatte; da sie nicht jüdisch war, gab es keine rechtlichen Vorschriften, die eine Einziehung der Erlöse erlaubt hätte. Es konnten ebenso keine Umstände festgestellt werden, die mit einer NS-Verfolgung von Clara Helene List und ihrer Familie nach dem Ausscheiden Adolph Lists aus dem Aufsichtsrat der Fahlberg-List AG im Jahr 1937 in Folge einer gegen ihn gerichteten antisemitischen Kampagne in Zusammenhang stehen, und die Clara Helene List dazu gezwungen hatten, die Sammlung zu veräußern.
1968 kam das Objekt als Schenkung über die Meißener Porzellan-Sammlung Stiftung Ernst Schneider an das Bayerische Nationalmuseum.
Sammlung
Sammlung Adolph List
Systematik
Gefäß - Kanne