Sammlung
Patenlöffel
- Künstler/in
- Johann Holzmann
- Entstehung
- Nürnberg
- Datierung
- zwischen 1705 und 1706
- Material
- Silber, gegossen, getrieben, vergoldet (teilweise)
- Maße
- L. 18,7 cm, B. 4,8 cm, H. 2,2 cm, G. 64,6 g
- Standort
- Bayerisches Nationalmuseum (Saal 93)
- Inventarnummer
- 2016/28
- Bezug
- –
- Zugang
- Geschenk 2016, Privatbesitz
Der größtenteils vergoldete Löffel besitzt eine breitovale Laffe und einen flachen, sich zum Ende hin verbreiternden Stiel. Der Stielansatz wird durch ein silbern belassenes Akanthusblatt, die Mitte durch ein silbernes reliefiertes Früchtearrangement betont. Das Stielende ziert auf der Vorderseite ein ovales silbernes Medaillon mit der Darstellung der Taufe Christi und auf der Unterseite ein Medaillon mit einem Imperatorenkopf im Profil, der von einer Blattranke gerahmt wird. Zwei kleine, mit blattähnlichen Füßchen versehene Drahtbügel an der Unterseite dienen zum Aufstellen des Löffels. Im überlieferten Werk des Nürnberger Goldschmieds Holzmann (Meister 1697–1741) finden sich mehrere sehr ähnliche Löffel mit der Taufe Christi und dem Kaiserkopf am Stiel (Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum; New York, The Metropolitan Museum of Art; Hamburg, Museum für Kunst und Gewerbe; Stuttgart, Landesmuseum Württemberg). Diese Löffel dienten als Taufpräsente und wurden in erster Linie von den Paten, in Nürnberg »doten« genannt, verehrt. Dass dieser Brauch sehr verbreitet war, belegen die geradezu massenhaft erhaltenen Beispiele von silbernen Patenlöffeln.
Systematik
Besteck - Löffel