Sammlung

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D120092

Deckelpokal, sog. Mohrenkopfpokal

Künstler/in
Christoph Jamnitzer
Entstehung
Nürnberg
Datierung
1593/1602
Material/Technik
Silber, vergoldet, farbig gefasst, Bergkristall
Maße
H. 52,2 cm
Standort
Saal 26
Inventarnummer
2000/81.1-2
Epoche
Renaissance

Beschreibung

Der Pokal ist einzigartig: Kuppa und Deckel bilden das mit einem kostbaren Kopfputz geschmückte Haupt eines jungen Schwarzen. Der Halsansatz zeigt einen Adler mit drei Halbmonden. Der Auftraggeber dieser außergewöhnlichen Goldschmiedearbeit war der in Nürnberg tätige Florentiner Kaufmann Carlo Albertinelli. Er ließ hier seine beiden Familienwappen - den "Mohrenkopf" der Pucci und den Adler der Strozzi - in ein prachtvolles Trinkgefäß zur Begrüßung von Gästen umsetzen. Die sogenannten Willkomme wurden um 1600 häufig figürlich aus Wappensymbolen gestaltet. Die grandiose Ausführung lässt erahnen, warum die Werke des Goldschmieds Christoph Jamnitzer selbst am Kaiserhof in Prag begehrt waren. Der Pokal gelangte an den kursächsischen Hof in Dresden und ist erstmals im Nachlassinventar der Kurfürstin Hedwig von 1642 als "Trinckgeschirr in gestalt eines Mohrenkopffs" erwähnt.

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